2. Maßnahmen zur Integration auf dem Arbeitsmarkt in Wuppertal

Shownotes

Musik: Metaphysics

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00:00:09:

00:00:15: Hallo zusammen!

00:00:16: Wir sind wieder da zu unserer zweiten Folge von unserem neuen, immer noch neuen würde ich sagen Podcast.

00:00:22: Ich bin Marina und ich sitze hier mit Sally.

00:00:25: Hallo Marina schön wieder dich wiederzusehen.

00:00:28: Ja und heute haben wir auch noch einen Gast hier.

00:00:31: Heute ist Oliver bei uns.

00:00:33: Hallo zusammen.

00:00:35: Ja, und es geht bei uns heute ja auch einmal darum noch mal was auch politische Entscheidungen oder auch Nichtentscheidung quasi Auch vor allem Menschen Im individuellen auch ausmachen können also was dann passieren kann auch im Leben von manchen menschen Was das für Auswirkungen haben kann.

00:00:53: Wir können ja nachher nochmal gucken.

00:00:55: was ist auch aktuell in der Wuppertaler Politik.

00:00:57: so gibt Da bist du ja auf dem laufenden zerli.

00:01:01: Ja Marina, also in den letzten Tagen haben wir erfahren dass der Haushalt nicht so schnell verabschiedet werden kann und das dann eben wir erst im Herbst wahrscheinlich einen Haushalt haben werden.

00:01:18: Und das hat massive Auswirkungen auf Menschen hier in Wuppertal.

00:01:23: Okay jetzt können wir natürlich sehr schwer im Voraus schon erzählen, was das für Auswirkungen hat.

00:01:29: Man kann so Hypothesen haben aber wir haben tatsächlich ja heute jemand hier da hatte es Auswirkung in der Vergangenheit dass da bestimmte Veränderungen waren, dass Dinge nicht beschlossen werden konnten und deswegen freuen wir uns Oliver, dass du heute bei uns bist.

00:01:48: vielleicht kannst du dich einmal kurz vorstellen?

00:01:50: Ich bin der Oliver ich.

00:01:51: Ich habe lange hier in Wuppertal in einer Firma gearbeitet.

00:01:56: Nachdem die geschlossen hat und ich eine Zeit lang auf Arbeitssuche war, bin ich in Depressionen verfallen.

00:02:05: Bin darüber dann vom Jobcenter hin eine Arbeitsgelegenheit dieser sogenannten AGH-Maßnahmen oder wie man sie langenläufig bezeichnet zwei Euro Jobmaßnahmen

00:02:20: gefallen.".

00:02:21: bzw.

00:02:21: reingekommen glücklicherweise?

00:02:23: HGH-Maßnahmen, also was

00:02:26: kann

00:02:27: man sich darunter so verstellen?

00:02:29: AGH-Massnahmen und Arbeitsgelegenheiten sind im Prinzip Möglichkeiten für Personen die nicht mal eben mehr dem ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen zum Beispiel weil sie aus verschiedenen Gründen Langzeitkrankwaren sei es psychische Probleme, sei es körperliche Einschränkungen zu versuchen, die wieder in einen Arbeitsplatz zu bekommen.

00:02:56: Sie auch wieder dadurch in einen geregelten Tagesablauf zu bekommen ... wirklich nur den ganzen Tag zu Hause bis du nicht viel zu tun hast, denn fehlt ja auch irgendwann mal die Systematik im normalen Tagesablauf in der Struktur.

00:03:12: Das ist

00:03:12: schwer ne?

00:03:13: Das

00:03:14: sehr schwer.

00:03:15: und solche Arbeitsgelegenheiten sind eben dafür da den Leuten wiederzuzeigen sie ihnen zu helfen wieder Strukturen in ihren Alltag zu bekommen wieder systematisch auch Sachen zu tun arbeiten zu gehen eben Verantwortung auch ein bisschen sammierte was man macht.

00:03:31: Was hast du denn gemacht?

00:03:33: Ich habe dann bei der Wuppertaler Tafel im Sozialkaufhaus, unserem Kaufhaus der kleinen Preise an einer Kasse gearbeitet.

00:03:42: Habe vorher auch eigentlich nie in meinem Leben so direkt viel mit der Kasse zu tun gehabt.

00:03:50: Ja was war denn der Unterschied dann zu einem Drop an... ich weiß nicht also an einer anderen Kasse?

00:03:57: Du hast Ganz andere Klientel als bei irgendeinem anderen, weil auch Kaufhaus der kleinen Preise.

00:04:06: Wir bieten hauptsächlich Kleidung an, Möbel und Kleidungen und Spielzeug für Kinder.

00:04:12: Und man hat dann eben auch eine Klientell an Kunden die sich nicht mal leisten können beim normalen Geschäft einkaufen zu gehen.

00:04:23: Das heißt, man merkt auch von den Kunden her teilweise wie es sich anfühlt.

00:04:28: Wie sich Leute auch psychisch entwickeln können wenn sie langfristig Probleme haben.

00:04:36: Auch was sehr sinnvoll ist dass die Leute dann trotzdem sich etwas leisten können im Kaufhaus?

00:04:41: Ganz

00:04:41: genau das, dass man auch mal für wenig Geld vernünftige neue Kleidung nicht neu aber teilweise neu wertige Kleidungen bekommt.

00:04:50: Sachen bekommt die andere, weil sich vielleicht gerade mal ein Jahr oder so unmodern sind.

00:04:55: Einfach der Tafel dann spenden, die dann bei uns sortiert werden und dann wirklich für wenig Geld angeboten werden.

00:05:05: Und wo man dann eben natürlich auch einen gewissen Personal Bestand an Leuten braucht, die die Spenden annehmen, Spenden sortieren oder zum Beispiel auch Wohnungsauflösungen machen Da hängt

00:05:17: viel dran.

00:05:18: Das sind sehr viele Menschen, die da tätig sind.

00:05:22: Aber vielleicht kannst du noch mal erklären ... Du sagst ja, das ist eine AGH?

00:05:26: Das ist so ein spezielles Nachname und eben nicht einfach nur einen Job an der Kasse, sag ich mal.

00:05:33: Was war dann für dich der Unterschied dort bei der AGH, dass es eben nicht woanders war?

00:05:40: Man hat zum Beispiel auch mindestens einmal im Monat bei Bedarf öfters Sozial-psychologische Betreuung,

00:05:49: die

00:05:49: gehört zu einer AGH-Maßnahme grundsätzlich mit dazu.

00:05:54: Dass auch mit den Leuten gesprochen wird wie es denen geht wo man auch wenn man selber mal gerade eine sehr tiefe Phase hat wo es einem warum auch immer schlecht geht auch die Möglichkeit hat öfters Termine zu bekommen.

00:06:08: Man hat zum Beispiel auch vorgesetzt Die genau wissen, die Leute, die hier in der AGH-Maßnahme arbeiten.

00:06:17: Diese oder jene Probleme sind zum Beispiel auch nicht so belastbar.

00:06:21: Sei es körperlich, sei es psychisch wie den normalen Arbeitgeber im ersten Arbeitsmarkt sein sollte.

00:06:30: Der dann eher in der ersten Probezeit prüft und guckt ist derjenige jetzt eigentlich leistungsstark genug?

00:06:35: Und das ist ein anderer Fokus also die gucken er Wie kann man dann noch mal unterstützen?

00:06:40: Ganz

00:06:40: genau das.

00:06:41: Der Fokus ist eher, die Leute möglichst dahin zu bekommen, dass sie wieder in einem regelmäßigen Tagesablauf sind, in einem Arbeitsrhythmus kommen.

00:06:51: wie kann man die Leute dabei unterstützen, dass Sie das tun und eben nicht die Leute danach auszusortieren der kommt jetzt mein paar Tage nicht oder der kommt zu spät.

00:07:04: was man da so alles in der Probezeit an Möglichkeiten hätte, warum jemand eben rausfällt.

00:07:09: Viel

00:07:09: Druck auch vor allen Dingen also... Was hat dir da am meisten geholfen?

00:07:13: Was würdest du sagen?

00:07:15: Zum einen eben dass da nicht so der Druck ist das sehr drauf geachtet wird, möglichst auch Druck von den Leuten runterzunehmen um deren psychische Belastung abzubauen.

00:07:32: Ich weiß es von mir selber, wie gesagt man hat da teilweise Kunden die auch etwas schwieriger sind und ich habe am Anfang dann auch teilweise genauso reagiert.

00:07:43: So

00:07:44: wütend eher so sauer?

00:07:46: Wütensauer und dann auch vom vorgesetzten eben die Möglichkeit gehabt.

00:07:52: wenn ich selber gemerkt hab in mir schaukelt sich sowas aus dass ich mich mal eben paar Minuten aus dem Job rausziehen kann, um runterzukommen.

00:08:04: Und eben auch darauf geachtet wird das die Leute psychisch... Dass man versucht auf die psychische Stabilität der Leute zu achten und bei denen, die körperlich nicht mehr so leistungsfähig sind, auch guckt, dass man da eben darauf Rücksicht

00:08:19: nimmt Das ist wirklich total sinnvoll, denke ich.

00:08:23: Weil das sind ja genau die schwierigen Situationen wo jetzt ein anderer Arbeitgeber eher auslieben würde und jetzt wird ja mal speziell das trainiert und wird geguckt okay das ist jetzt gerade schwierig aber vielleicht kann man ja dann lernen sich runter zu fahren.

00:08:36: es scheint ja auch gut funktioniert zu haben und dann wird es mit der Zeit ja dann auch anders?

00:08:41: Ganz genau das dass man selber lernt mit sich selbst besser klarzukommen sich mehr zu kontrollieren.

00:08:50: Also das hört sich eigentlich so an, dass du das total gut nutzen konntest.

00:08:53: Auf alle

00:08:53: Fülle!

00:08:55: Okay jetzt weiß ich aber es wurde schwierig danach.

00:08:58: Du hast dann erst da gestartet und es war eigentlich gut für dich, aber dann gab's Probleme... Jetzt nicht bei der AGH selber, sondern eigentlich politisch kann man

00:09:08: so sagen.

00:09:08: Das war Ende im Jahr ist das Problem, dass die Bundesregierung auseinandergebrochen ist bevor der Bundeshaushalt verabschiedet war für den Jahr.

00:09:20: Und da diese AGH-Maßnahmen eigentlich aus Bundesmitteln finanziert werden soweit ich weiß sind dann auch Zum Jahresende im Jahr ist das Ende des Jahres, sehr viele von den Maßnahmen nicht nur bei der Tafel sondern auch bei allen Trägern einfach weggebrochen weil die Finanzierung gefehlt hat.

00:09:42: und wenn man dann wie in meinem Fall AGH-Maßnahmen sind nicht unbefristet.

00:09:49: Die sind immer nur auf sechs Monate werden dann auf eine gewisse Zeit verlängert.

00:09:54: Bei mir war es so, ich habe im Oktober vierundzwanzig die Verlängerung für die nächsten sechs Monate bekommen.

00:10:00: Ich

00:10:01: hab mich richtig gefreut weil ich wusste wie's mit mir in den nächsten sechs Monaten weitergeht.

00:10:06: Sicherheit

00:10:06: haben nicht in Schwarzes Lochfalle und knapp ein Monat später musste uns leider die Geschäftsführungen mitteilen dass die gesamten AGH-Maßnahmen zum Jahresende erst mal auslaufen.

00:10:18: Das heißt, statt sechs Monaten Sicherheitsstandmann plötzlich innerhalb von einem Monat vor dem Nichts und was ich weiß dass viele Leute dies nicht selber betrifft sich nicht vorstellen können wie schwer das ist.

00:10:32: Aber für Personen mit psychischen Problemen ist Sicherheit In meinem Fall, ich weiß aber auch von anderen ist Sicherheit.

00:10:41: So wichtig?

00:10:42: Sehr wichtig und wenn einem diese Sicherheit plötzlich genommen wird fällt man psychisch in ein sehr tiefes schwarzes Loch wo man unheimlich aufpassen muss da auch wieder rauszukommen.

00:10:52: Ja

00:10:52: also das war wirklich auch ein Grund für psychische Probleme.

00:10:56: dann bei dir dass es da noch mal dazu gekommen ist dass es dir wesentlich schlechter gegangen ist.

00:11:01: Definitiv ja!

00:11:02: Ich konnte das dann teilweise dadurch kompensieren ehrenamtlich bei der Tafel weitergeholfen habe.

00:11:11: Das war dann so ein Weg von dem Träger oder noch von eben dem Ort, wo du da drin warst, dass die das eine Lösung gefunden haben bisschen, ne?

00:11:21: So'n ja kreativ geworden sind, sagt man.

00:11:24: Es sind

00:11:25: durch den Wegfall der AGH-Kräfte Ende, zwei Tausend vierundzwanzig sind sehr viele Arbeitsstunden im Monat weggefallen.

00:11:35: Man hat es versucht mit ehrenamtlichen Kräften aufzufangen.

00:11:41: Ich habe dann selber einerseits, weil ich gemerkt hab dass es mir hilft.

00:11:45: andererseits aber auch weil ich genau mitgekriegt hab die Belastung der Kollegen, der wenigen Kollegen die noch da waren ist ja unheimlich angestiegen dadurch das so viele Leute weggefahren sind.

00:11:57: und Das waren eben auch Kollegen, die ich über zwei Jahre teilweise sehr zu schätzen gewonnen habe.

00:12:05: Auch als Freunde gewonnen haben und wo ich mir dann auch selber gesagt hab, eben es ist nicht nur... Es ist auch für die Tafel die Leute, die da die Hilfe in Anspruch nehmen und die Leute die da noch arbeiten wichtig dass man den das man die unterstützen kann.

00:12:24: okay Ja, das war dann für dich auch so eine Möglichkeit da wieder ein bisschen herauszukommen oder doch die Tagesstruktur zu haben.

00:12:32: Ganz genau

00:12:32: das!

00:12:33: Auch wenn es eben nicht das gleiche ist und ich kann mir vorstellen eben auch nicht mit dem sozialpädagogischen Angebot und ähnlichem was du ja eigentlich vorher hattest.

00:12:42: Das ist das Problem.

00:12:43: Woran hast du den Unterschied gemerkt?

00:12:49: Welchen Unterschied?

00:12:50: Dass du dann irgendwie erst mal als Angestellter da warst, im Rahmen der AGH und dann wiederum als Ehrenamtlicher.

00:12:58: Was waren da halt nochmal sehr praktisch die Unterschiede

00:13:01: für mich?

00:13:02: Die Unterschiede waren zum einen deutlich die finanziellen Unterschiede.

00:13:08: mir ist das Geld was man in der AG H bekommt ist ja komplett für mich weggebrochen.

00:13:14: es war aber gleichzeitig umgekehrt.

00:13:15: für mich auch dass ich deutlich weniger Stunden gemacht habe.

00:13:20: Von, ich glaube, dreißig Stunden als AG Heinerwoche bin ich dann auf knapp zehn Stunden ehrenamtlich

00:13:27: runter.

00:13:29: Ist schon was ganz anderes?

00:13:31: Das hat der Träger auch gespürt.

00:13:33: wahrscheinlich, wenn letzten Enddich dann irgendwie ... eben alle, die jetzt dann irgendwie in der AGH waren ehrenamtlich wiederum.

00:13:42: Leider sind nicht so viele von den AGH-Ländern ehrenamtlich gekommen das war leider sehr wenige.

00:13:48: ich denke mal viele von denen sind wirklich dann ein massives psychisches Problem gefallen.

00:13:55: um Zahlen zu nennen wir hatten bis Ende im Jahr AG H-Kräfte in der gesamten Tafel Wuppertal, sowohl Sozialkaufhaus als auch eben Lebensmittelausgabe und Küche.

00:14:09: Anfang zwei Tausendfünfundzwanzig waren es dann noch acht von achtunddreißig.

00:14:16: In Arbeitsstunden ausgedrückt?

00:14:18: Ich weiß jetzt nicht ob man Pauschal sagen kann, hälfte Hälfte, AG H Kräfte, Sozialkaufhaus und Lebensmittel und Küchen weiß ich nicht.

00:14:26: Aber ich kann sagen, dass im Sozialkaufhaus dann zum Jahreswechsel ungefähr achthundert Arbeitsstunden im Monat weggebrochen sind.

00:14:38: Die denn nur kein Personal mehr da war, das die leisten konnte?

00:14:43: Ja, das ist unglaublich!

00:14:44: Da fällt ganz viel weg und es ist ja auf der einen Seite schön, dass trotzdem das Sozialkaufauf überlebt hat, weil das ist vielleicht gar nicht selbstverständlich gewesen zu dem Zeitpunkt.

00:14:54: wenn solche Veränderungen da stattfinden?

00:14:57: Es sind eben dann auch, wenn man das sieht nicht nur die dreißig AGH-Kräfte, die weggefallen sind und die Familien, die da bei einigen dranhängen.

00:15:07: Dadurch dass man dann auch weniger Personal hat kann man auch weniger anbieten.

00:15:12: Das heißt es steckt wieder auf die Leute zurück, die als Kunden das Kaufhaus der kleinen Preise eben brauchen in Anspruch nehmen Und da eben für wenig Geld günstig gute Sachen einkaufen wollten.

00:15:29: Ja, also alles was so aufgebaut wurde über Jahre eigentlich leidet dann darunter.

00:15:35: Das steckt viel größere Wellen dann noch als man sich das vielleicht im ersten Blick so vorstellt.

00:15:43: Also du hast ja auch davon profitieren können dass du da vielleicht schon lange warst und ... da auch schon Bindungen aufgebaut hat und vielleicht auch für dich viel gelernt hat.

00:15:53: Aber ich kann mir vorstellen, andere die dann gerade erst vielleicht angefangen haben, die hätten das mit den zehn Stunden ehrenamt... Das ist ja ganz was ganz anderes.

00:16:02: Es ist gar nicht diese Anbindung, die du halt vorher hattest tatsächlich.

00:16:06: Das hat man teilweise auch wirklich gemerkt eben daran dass viele vorherige AGH-Kräfte, die recht neu angefangen haben dann eben auch nicht mehr wiedergekommen sind.

00:16:21: Ehrenamtlich oder auch später anderweitig.

00:16:24: das da wirklich teilweise wie du gerade schon sagtest man mehrfach gemerkt hat.

00:16:31: es sind die Leute die lange da sind die da auch Verbindungen Beziehung Freundschaften aufgebaut haben die denn auch dann teilweise weiter geholfen haben, als es eben dann ehrenamtlich aber auch trotz großen Ehrenamtsoffensiven und der Möglichkeit und erfolgreich auch das viele neue Ehrenamtliche dazugekommen sind.

00:16:58: Man kann diese Menge Arbeitsstunden nicht mit ehrenamblichen auffangen wenn man primär Ehrenabend zu einer Tageszeit leisten sollte wo ich sage mal die jüngeren Leute eigentlich arbeiten sind.

00:17:15: Und dann, deine Stelle?

00:17:18: Dann irgendwie wurde es jetzt als Jobcenterkunde weiter vermittelt?

00:17:25: Ist das richtig?

00:17:27: Nein!

00:17:27: Ich habe dann im Frühjahr Die Stadt Wuppertal, die konnten nicht sofort zum ersten Januar sagen wir haben das Geld über.

00:17:42: Wir können da jetzt die Finanzierung für machen.

00:17:45: Die sind dann ich glaube im März oder April zwei tausendfünfundzwanzig eingesprungen, haben im Jobcenter geklärt dass nicht alle AGH-Kräfte aber sehr viele wieder finanziert werden konnten.

00:18:01: Die Tafel hat dann auch soweit die Leute noch Interesse hatten und noch verfügbar waren, sich drum bemüht.

00:18:09: Auch gerne die Leute wiedergenommen, die eben schon da gearbeitet hatten wo dann auch beide Seiten wissen was man aneinander hat.

00:18:18: so habe ich dann im April twenty-fünfzwanzig auch wieder in der AGH-Stelle anfangen können

00:18:25: bis

00:18:26: Ende sechs und bis Ende zweitausendfünfundzwanzig wo dann der Zeitraum ausgelaufen ist, indem ich als AGH Kraft hätte arbeiten können.

00:18:35: Weil das ja befristet ist.

00:18:37: Okay also da es ist ja auch schön zu hören dass die Stadt Wuppertal das ja auch so priorisiert hat weil ich weiß bitte in Finnland ist es gar nicht so einfach das wahrscheinlich zu stemmen und das.

00:18:47: aber man sieht das ist total wichtig dass die AGHS weitergeführt werden ne?

00:18:51: und dass das eine Priorität hat auch tatsächlich.

00:18:55: Und man darf ja auch nicht vergessen, es ist ja nicht nur die Tafel gewesen.

00:19:01: Es war ja im Prinzip jeder Träger in Wuppertal oder auch Deutschland weil der AGH-Kräfte beschäftigt hat, der denn durch diesen nicht verabschiedeten Bundeshaushalt plötzlich von einem finanziellen Problem stand und massive Einbrüche in vielen Hinsichten hatte?

00:19:21: Also für mich wird einiges deutlich,

00:19:23: weil

00:19:24: in der Tat mir wird klar das warum die Nichtverabschiedung unseres Hots halt ist oder halt die Verschiebung eine Auswirkungen eben auf eine Stelle wie deine haben kann.

00:19:38: Weil nämlich unser Jobcenter ein kommunales ist.

00:19:43: Das heißt dass die Kommune einen Teil der Mittel des Jobcenters zur Verfügung stellt selbst wenn alle Bundesmittel da sind, die kommunalen Mitteln aber nicht verfügbar sind.

00:19:56: Hat es einen Einfluss auf die Menge der Stellen, die das Jobcenter eben halt dann auch für AGH-Maßnahmen zur Verfügung stellen kann?

00:20:06: Also es hängt schon zusammen auch jetzt, wenn's dann schwierig ist dass es da im Haushalt Klarheit gibt und auch ein Risiko kann man sagen.

00:20:15: Genau.

00:20:16: Aber vielleicht magst du noch erzählen, wie es bei dir weitergegangen ist als dann die Maßnahme beendet war?

00:20:24: Bei mir hat sich dieses Jahr so entwickelt, dass ich jetzt seit Anfang April als AGH-Anleiter bei der Tafel Hubertal angestellt bin.

00:20:36: Also

00:20:36: im Prinzip meine Erfahrung... Und auch das, was mir vorgesetzt und Kollegen in dem Bereich die noch mehr Erfahrung haben.

00:20:45: An die Hand geben wie man bestimmte Sachen zu machen hat an AGH-Kräfte, die zum Beispiel neu bei uns anfangen weitergeben kann.

00:20:54: Den sagen kann den und den Bereich machst du am besten so und so.

00:20:59: Ja Glückwunsch!

00:21:00: Also ich glaube du hast doch sehr kurz zu werden gestartet.

00:21:05: Genau also ich glaube dass ist ja genauso die Idee wie es sein wie es schön ist, wenn das schon funktioniert.

00:21:12: Dass du ja dann quasi durch diese AGH auch wieder die Möglichkeit oder vielleicht auch die so innerlich darauf vorbereitest war, eine Stelle zu übernehmen?

00:21:22: Wobei auch da der Punkt wieder ist, diese Anleiterstelle ist immer aufs Jahr befristet.

00:21:29: Okay!

00:21:30: Weil wenn nicht genug Geld zur Verfügung gestellt wird damit AGH's beschäftigt werden wird natürlich auch keine AGH-Anleiterstelle benötigt.

00:21:43: Dann hängst du indirekt schon wieder von den AGHs ab, kann man sagen?

00:21:46: Ja, natürlich!

00:21:49: Also das Risiko oder die Problematik ist eben weiter irgendwie da und ich glaube deswegen ist es ja auch wirklich gut, das nochmal zu besprechen und hier noch mal vielleicht nochmal zu verdeutlichen Ja, danke dir erst mal.

00:22:05: Ich glaube das ist immer für mich persönlich zumindest gar nicht so klar was das für Auswirkungen hat wenn ein Haushalt nicht beschlossen wird.

00:22:13: Dann machen sie es halt ein bisschen später.

00:22:16: Aber was das für einzelne Menschen bedeuten kann, war mir zumindest jetzt nicht so bewusst tatsächlich?

00:22:22: Was auch vielleicht noch ein Beispiel ist um mit Zahlen zu arbeiten.

00:22:27: Die Tafel.

00:22:27: Wuppertal hat ja außerdem Sozialkaufhaus eine Lebensmittelausgabe.

00:22:33: Wir haben die Küche wo den Bedürfigen eine warme Mahlzeit am

00:22:38: Tag

00:22:38: zur Verfügung gestellt werden kann.

00:22:41: soweit ich weiß, werden bei uns so am Tag um die etwa tausend Essen anbedürftige verteilt.

00:22:51: Klar man hat auch in der Küche und Alm drum und dran hat man auch fest angestellt einen Koch und solche Sachen aber sehr viel.

00:22:58: da wird auch wiederum über AGH Mitarbeiter gemacht.

00:23:01: das heißt wenn die Stellen wegfallen brechen auch die Tausend essen am tag weg für Leute brauchen, damit sie eine warme Mahlzeit

00:23:12: haben.

00:23:13: Da hatten wir letztes Jahr ein Gast hier, der davon betroffen war und da kann man sich das vorstellen was das dann bedeutet?

00:23:25: Man darf ja nie vergessen die Leute, die als Kunden zur Tafel kommen sei es dass Sie sie in warmes Essen abholen, sei es das sie Lebensmittel abholern für wenig Geld, sei ist das sie für wenig Kleidung, Kindersachen oder Möbel bei uns im Sozialkaufhaus in Anspruch nehmen.

00:23:43: Das sind ja Leute die in einer finanziellen Situation sind dass sie das tun müssen.

00:23:51: Ja

00:23:52: klar!

00:23:53: Das ist auch der ganze Rattenschwanz, der dran hängt wenn irgendwo Stellen wegfallen.

00:23:59: Also das ist noch mehr, was da dranhängt.

00:24:01: Was man vielleicht im ersten Moment gar nicht so im Blick hat.

00:24:05: Genau das ist es.

00:24:05: Das alles dann noch mit zusammenhängt?

00:24:08: Es sind nicht nur die

00:24:09: Mitarbeitenden und deren Familien eventuell betroffen wenn die Stellen wegfallen.

00:24:14: Es sind auch die ganzen Leute betroffen sowohl bei der Tafel als auch bei den anderen Trägern, die jeweils die Angebote der Träger als Kunden in Anspruch nehmen.

00:24:24: Weil sie können dann auch nicht mehr bedient werden weil eben das Personal fehlt um diese Leute zu versorgen?

00:24:32: Ja ganz genau und selbst die Ehrenamtlichen sind ja da also fallen dann ja irgendwie auch weg wenn das ganze System nicht mehr funktioniert.

00:24:40: Die machen das ja auch als Ehren am nebenbei Ja.

00:24:44: Und

00:24:44: wenn einmal Strukturen dann irgendwie abgebaut sind, das ist extrem schwierig sie wieder aufzubauen, da es dauert Jahre.

00:24:50: Ganz genau das.

00:24:50: Da muss sich denn noch stehen?

00:24:51: Ja.

00:24:53: Genau ja.

00:24:53: umso wichtiger dass diese Problematik vielleicht auch nochmal klar zu haben und zu gucken was kann man da schauen damit es dann im nächsten Jahr vor allen Dingen hier nicht zu Problemen kommt.

00:25:09: Okay ich glaube es wäre auch interessant zu sehen was bedeutet das für Träger im Einzelnen jetzt.

00:25:15: Wenn du auch einen Appell an den Schadrat hättest, was wär der?

00:25:20: Dass bei allen finanziellen Engpässen die Stadt Wuppertal wie viele andere Städte auch hat nicht an den Leuten gespart wird, die sowieso schon finanziell am unteren Ende sind.

00:25:36: Was jetzt nicht nur eben heißt dass denen Leute nicht irgendwo das Geld gekürzt wird sondern auch Projekte in der Stadt, die in irgendeiner Form dazu beitragen, dass die Lebensqualität von Personen, die finanziell sehr eingeschränkt sind.

00:25:55: Dass deren Lebensqualitäts zumindest auch etwas verbessert werden kann.

00:26:01: Dass die Projekten, die sich darum kümmern, dass sie vernünftig finanziert

00:26:08: werden.".

00:26:09: Okay, ich finde das ist erstmal was man ja vielleicht dann auch mitnehmen kann oder?

00:26:12: Was sagst du.

00:26:13: Auf jeden Fall und es ist sehr klar und sehr deutlich und vielen Dank dafür!

00:26:18: Sehr gerne!

00:26:20: Ja, vielen Dank.

00:26:21: und da ist es ja auch noch etwas, wo wir jetzt weiter überlegen können.

00:26:25: Wir waren im Gespräch noch mit anderen Personen die vielleicht hier zu Wort kommen wollen, dass wir gucken, dass in das Thema vielleicht noch mehr einsteigen.

00:26:36: Ganz genau.

00:26:38: Okay,

00:26:39: gut.

00:26:41: Gibt es sonst noch was Neues aus dem Rad oder etwas?

00:26:46: Ja also das da irgendwie noch überlegt.

00:26:48: zurzeit wird überlegt dann was aus dem halt alten Kaufhof dann wird.

00:26:56: Ganz spannend auch dann irgendwie halt auf Seite von starken Bund.

00:27:01: Wir haben es jetzt auch regel diskutiert, deswegen bin ich noch zu spät gekommen weil wir da eine Stellungnahme abgegeben haben was daraus werden soll.

00:27:10: Was

00:27:11: könnte denn daraus sein?

00:27:12: Also für uns ist es wichtig dass die Innenstadt weiter lebendig bleibt und das Auch die Ecke so ein bisschen, so einen Ankerpunkt auch nochmal für die ganze Stadt bleibt oder noch eigentlich präsenter ist.

00:27:31: Und wir sind der Meinung dass dann irgendwie halt eine gemischte Nutzung dann auch dann auch Nutzungen stattfinden soll.

00:27:40: Wir möchten das dann KünstlerInnen da eintienen können, Co-Working Spaces, soziale Träger halt

00:27:47: Vereine.

00:27:48: Super!

00:27:49: Aber auch das dann Geschäfte Auch nochmal dort angesiedelt sind, damit da sehr unterschiedliche Menschen sich dann auch zusammenkommen.

00:27:58: Genau, dass sie sich begegnen können und die Stadt oder die Ecke mehr Attraktivität bekommt.

00:28:07: Okay, vielleicht ein Café?

00:28:10: Keine Ahnung!

00:28:11: Sicherlich

00:28:13: auch.

00:28:16: Wenn eben auch Läden erwälsche, die dann qualitativ einfach anziehen.

00:28:26: Okay, spannend!

00:28:27: Das ist ja noch mal ein Thema wo man gucken kann wie es da weitergeht in der Zukunft.

00:28:34: Dann würde ich sagen machen wir für heute erst den Schluss?

00:28:38: Ich würde sagen, dann sehen wir uns beim nächsten Mal.

00:28:41: Vielen Dank!

00:28:41: Danke schön!

00:28:42: Gerne

00:28:42: doch!

00:28:55: Tschüss!

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